Enquete zur Presse- und Medienförderung: Ein Neustart?

Diskussion zum Reformbedarf unter anderem mit Matthias Karmasin (ÖAW, MHW), Daniela Kraus (fjum), Eva Dichand (heute) am 19. September 2016
Es ist ein breites RednerInnen-Aufgebot bei einer parlamentarischen Enquete zur "Medienförderung neu" mit dem fragenden Untertitel: "Was braucht die Demokratie?" Der neue Medienminister Thomas Drozda hat neben wissenschaftlichen ExpertInnen wie Medienhaus Wien-Gesellschafter Matthias Karmasin (Akademie der Wissenschaften) und Fritz Hausjell (Uni Wien) sowie der Leiterin der Wiener Journalismus-Akademie fjum, Daniela Kraus (ehem. MHW), etwa auch die Gratiszeitungs-Herausgeberin Eva Dichand (heute), Verleger-Präsident Thomas Kralinger (Kurier) oder Helga Schwarzwald vom Verband Freier Radios eingeladen. Die Interessen für künftige Fördermodelle sind da naturgemäß heterogen - ein Ärger ist gemeinsam: jener über medienpolitische Untätigkeit.

Förderung von Qualität im Journalismus

Seit beinahe zehn Jahren wurde von der Koalitionsregierung eine Reform der "Presseförderung" in Richtung mehr Qualitätsförderung angekündigt. Realiter wurden aber im Gegenteil die Budgets reduziert, der im Gesamttopf ohnehin kleine Anteil an "Zukunftsförderung" negiert. Journalismus-Weiterbildung wurde ausgehungert, Forschung und Entwicklung mit eher symbolischen Bagatellbeträgen abgespeist. Parallel entzündete sich - durch die Verpflichtung zur transparenteren Bekanntgabe der Werbebudgets - die Diskussion über hunderte Millionen Inseratenausgaben der öffentlichen Hand, die ohne nachvollziehbare Kriterien ausgeschüttet werden. Der neue Kanzler Christan Kern und Medienminister Drozda haben hier nun einen Neustart angekündigt.

MHW-Gründer Andy Kaltenbrunner fasste einige Tage vor der Enquete in einer Analyse für den "Standard" Historie und sinnvolle Eckpunkte für Reform der Presseförderung auf Basis unserer Forschungsarbeiten und internationalen Vergleiche zum Thema zusammen.




« zurück