"Die schönste Frau der Welt" erhielt zum 100er Ehrengrab in Wien

19. November 2014
Hedy Lamarrs Urne wurde nun endlich in einem Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof beigesetzt. Zum 100. Geburtstag der Namensgeberin unserer Lecture-Reihe war ihre schillernde Biografie Thema einiger Medienberichte. Eine Zusammenfassung.
Foto: Mischief Films
In Wien geborene Jüdin, Hollywood-Diva, Erfinderin des Frequenzsprung-Verfahrens, auf dem heutige Kommunikations-Tools wie z.B. Mobiltelefone basieren: Hedy Lamarr nahm Zeit ihres Lebens die unterschiedlichsten Rollen ein. Sie war sechs Mal verheiratet, hatte zahlreiche Affären, galt als "schönste Frau der Welt" und zog sich im Alter völlig ins Privatleben zurück. Im Jahr 2000 starb Hedy Lamarr, völlig vergessen von der Öffentlichkeit.

Ihre ungewöhnliche Biografie war nun, anlässlich ihres 100. Geburtstags am 9. November, Thema in mehreren österreichischen Medien. Zum Jubiläum spendierte die Stadt Wien ihrer großen Tochter außerdem ein Ehrengrab. Übrigens war auch Hedy Lamarrs Ende alles, außer gewöhnlich: Nachdem ihr amerikanischer Sohn und ihre Tochter Teile ihrer Asche im Wienerwald verstreut hatten, wartete der andere Teil in einem Plastiksack im Keller jener Filmfirma, die ihr mit Calling Hedy Lamarrr ein gelungenes filmisches Denkmal gesetzt hatte.

Hedy Lamarr ist Namensgeberin jener sozialwissenschaftlichen Vortragsreihe, die Medienhaus Wien und die Österreichische Akademie der Wissenschaften 2010 ins Leben riefen. Zum 100. Geburtstag widmeten wir ihr eine Jubiläumsveranstaltung mit Lecture und Film-Brunch am 23. und 24. Oktober. Hier geht´s zur Nachlese.




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